Wenn Mensch von Kipferl redet, dann denken viele bestimmt als aller erstes an Vanillekipferl, das beliebte saisonale Weihnachtsgebäck. Kipferl können aber weit mehr sein als Plätzchen. Der Name „Kipferl“ sagt im Endeffekt nämlich nur aus, dass es sich um eine längliche, gebogene Backware handelt. Es können Hörnchen aus Blätterteig, Hefeteig oder ganz normalem Weißbrotteig gezaubert werden – alles Kipferl.

Der geschichtliche Hintergrund der Kipferl

Das Kipferl lassen sich in der Geschichte der Menschheit bereits bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen, dort wurde es in einer Urkunde erwähnt. Im späten 17. Jahrhundert wurde dann ein weiterer Zusammenhang nachgewiesen: Eine Bäckerei in Mödling, eine Stadt im Industrieviertel Niederösterreichs, erwähnte die Kipferl im Zusammenhang mit der “Römische Kayserin”, Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg, die Mutter von Joseph I. und Karl VI. Sie verhalf dem Mödlinger Kipferl mit ihrer Vorliebe dieses zu Ruhm und bemühte sich mehrere Male darum, das Gebäck zu ergattern.

Konzentrieren wir uns auf Vanillekipferl: Was gibt es beim Backen zu beachten?

Gerade bei den saisonalen Vanillekipferl müssen verschiedene Punkte beachtet werden, um das perfekte Weihnachtsplätzchen für Freund*innen und Familie zu backen. Damit die Vanillekipferln beim Backen beispielsweise nicht verlaufen, ist es wichtig, den Teig vor der Weiterverarbeitung ausreichend zu kühlen. Um auf Nummer sicher zu gehen, können die bereits geformten Kipferl vor dem Backen erneut kurz gekühlt werden.

Ein zweiter Alptraum für viele Hobbyköch*innen: Ein zu trockenes Gebäck. Auch das kann bei Vanillekipferln schnell passieren. Der Fehler? Meist werden die Kipferl zu lange gebacken. Zehn bis 12 Minuten bei 175°C (Ober-/Unterhitze) reichen beim Weihnachtsgebäck vollkommen aus. Orientiert werden kann sich hier an den Spitzen der Kipferl – wenn diese leichte Farbe bekommen, dann können die Vanillekipferl aus dem Ofen geholt werden. Um zu vermeiden, dass die Kipferl brechen, wenn sie vom Blech genommen werden, ist es ratsam, sie nach dem Backen immer kurz abkühlen zu lassen.

Wer auf Perfektion achtet, hat bestimmt schon häufiger erlebt, dass die Puderzuckerschicht der Vanillekipferl klumpt und sich nicht gleichmäßig über dem Gebäck verteilt. Auch hier kann Abhilfe geschaffen werden: In Puderzucker gewälzte Kipferl sind oft nicht sonderlich hübsch, weswegen es schlauer ist, den Puder- und Vanillezucker zu vermischen und die Mischung mit Hilfe eines Siebs über die heißen Kipferl zu sieben.

Unser klassisches Vanillekipferl-Rezept

Kurz zusammengefasst:

  • Den Teig der Vanillekipferl vor der Weiterverarbeitung kühlen.

  • Die Kipferl bei 175°C Ober-/Unterhitze nicht länger als zehn bis zwölf Minuten backen.

  • Lassen Sie die Kipferl nach dem Backen kurz abkühlen, bevor Sie sie vom Blech nehmen, um Zerbrechen zu verhindern.

  • Die Puder- und Vanillezuckermischung mit Hilfe eines Siebs über den heißen Kipferl verteilen.

Ihr seid auf der Suche nach ausgefalleneren Kipferln?

Mohnkipferl
Mohnkipferl
Nougatkipferl selber machen
Nougatkipferl