Die Lebensmittelverschwendung ist ein riesiges Problem unserer Gesellschaft. Viel zu viele Lebensmittel landen in der Tonne. Dabei sind die Gründe dafür oft vermeidbar. Manches verdirbt, weil falsch gehaushaltet wird. Häufig werden Nahrungsmittel aber auch aufgrund eines Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt, obwohl sie eigentlich noch absolut genießbar wären.

Durch einen bewussteren Umgang ließe sich also ein großer Teil der Verschwendung sehr gut vermeiden. Eine bessere Planung und Lagerung sowie gesunder Menschenverstand können schon helfen, um Lebensmittelabfälle deutlich zu reduzieren. Jeder ist selbst für seinen Kühlschrank und seine Vorratskammer verantwortlich. Aber vor allen Dingen hat es jeder selbst in der Hand, wie viele Lebensmittel im eigenen Haushaltsmüll landen.

Lebensmittelverschwendung in Zahlen:

Mio. Tonnen Lebensmittelmüll in Deutschland jährlich

Prozent des Mülls stammt aus privaten Haushalten

Kilogramm Lebensmittelabfälle pro Kopf im Jahr

Unsere Tipps – So vermeidest du Lebensmittelabfälle:

Wir zeigen dir mit unseren Tipps und unseren leckeren Rezepten, wie du es schaffst weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Denn das sollte das Ziel von uns allen sein.

 

  • Plane deinen Einkauf besser: Überlege dir schon vor dem Einkaufen einen groben Wochenplan. Wie oft wirst du kochen? Wirst du auswärts essen? Werfe auch unbedingt einen Blick in den Kühlschrank und die Vorratsschränke, bevor du mit der Planung beginnst. Ganz wichtig außerdem: Gehe niemals hungrig einkaufen!
  • Achte auf die richtige Lagerung: Informiere dich, wie du deine Lebensmittel richtig lagerst. Was darf in den Kühlschrank und was kann evtl. sogar eingefroren werden? Schließe angebrochenen Verpackungen richtig oder noch besser, fülle offene Lebensmittel in saubere Gläser um.
  • Verwerte alle Teile: Oft werden beim Kochen Bestandteile weggeworfen, die eigentlich essbar sind. Bei vielen Gemüsesorten wird oft nicht alles Essbare verwertet. Verwende daher das nächste Mal auch das Grün von Karotten oder Radieschen, den Strunk des Brokkolis oder den dunkelgrünen Teil von Lauch und Frühlingszwiebeln.
  • Recycle deine Reste: Aus Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Gemüse vom Vortag lässt sich ganz einfach ein neues leckeres Gericht zaubern. Auch altes Brot musst du nicht wegwerfen. Wir haben dir unten ein paar passende Rezepte rausgesucht, mit denen sich deine Reste kreativ recyceln lassen.
  • Schaue regelmäßig in den Kühlschrank: Oft stellen wir die frischen Einkäufe einfach ganz vorne ins Fach, sodass die älteren Produkte immer weiter nach hinten rutschen und irgendwann in Vergessenheit geraten. Checke daher regelmäßig deinen Bestand und lege dir am besten eine Box zu, in die du alle Lebensmittel legst, die sehr bald aufgebraucht werden sollte. Auf die Box kannst du dann dick und fett „MUSS WEG!“ schreiben, damit du täglich daran erinnert wirst.
  • Verstehe die Mindesthaltbarkeit richtig: Hersteller sind dazu verpflichtet auf Verpackungen ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) anzugeben. Das MDH beschreibt den Zeitpunkt, bis zu dem der Hersteller die für das ungeöffnete Lebensmittel angepriesenen Eigenschaften garantiert. Das MDH ist aber kein Verfallsdatum und schon gar kein Stichtag für die Entsorgung des Produkts. Abgesehen von leicht verderblichen Lebensmitteln wie z.B. Fleisch oder Fisch, sind viele Lebensmittel noch über das MDH hinaus genießbar. Es schadet also nicht das jeweilige Produkt erst einmal mit allen Sinnen zu prüfen, bevor du es in den Müll wirfst.
  • Mache Lebensmittel länger haltbar: Hast du Obstbäume oder einen Gemüsegarten und weißt gar nicht wohin mit der vielen Ernte? Eine gute Lösung ist hier das Einkochen. Marmelade, Chutney, Soßen – es gibt so viele Möglichkeiten! Alternativ können viele Lebensmittel, wie z. B. Brot, Fleisch oder auch fertige Suppen und Eintöpfe auch eingefroren werden.

Unsere Rezept-Ideen für die Resteküche:

Die alten Brötchen vom Vortag verwerten:

Gemüse aufbrauchen:

Überreifes Obst verarbeiten:

Reste vom Vortag neu interpretiert:

Mehr Rezepte zur Inspiration:

Nudeln mit Grünkohl-SoßeVon Fränkische RezepteNudeln mit Soße mal anders! Dieses Rezept für Pasta mit leckerer Grünkohlsoße ist nicht nur eine willkommene Abwechslung auf dem Mittagstisch, sondern auch echt gesund. Denn Grünkohl ist kalorienarm und enthält viele Ballaststoffe. Außerdem haben Studien herausgefunden, dass Grünkohl den Cholesterinwert senken kann.
SchneidersläpplaVon Fränkische RezepteBei Schneidersläppla handelt es sich um ein einfaches Kartoffelgericht, das besonders im Frankenwald verbreitet ist. Die traditionelle fränkische Speise diente früher dazu, übriggebliebene Pellkartoffeln zu verwerten und galt als typisches Arme-Leute-Essen. Auch der Name des Gerichts, der auf die Berufsgruppe der eher ärmlichen Schneider anspielt, macht diesen Umstand deutlich. Die Schneidersläppla werden in der Regel süß serviert und schmecken besonders gut mit Zimt, Zucker und etwas Butter. Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren dieses traditionellen Rezepts.
Pasta mit Wirsing und CranberriesVon AnnalenaHört sich auf den ersten Blick ungewöhnlich an, passt aber sehr gut zusammen: Pasta mit Wirsing und Cranberries sind das perfekte Gericht für kalte Tage, um etwas Farbe auf den Teller zu bringen. Wenn man den Parmesan am Ende weglässt, eignet es sich sogar für vegan und vegetarisch lebende Menschen. Probiert das Rezept unbedingt aus und lasst uns in den Kommentaren wissen, wie ihr es fandet!