Tinas Blog FOOD&Co verfolge ich schon lange. Denn hier treffen stilvolle Fotos auf saisonale, leckere Rezepte und ein freundliches Gesicht aus Franken. Tina lebt in N├╝rnberg, ist in der Foodblog-Szene jedoch weit ├╝ber die Grenzen des Frankenlandes bekannt. Auch Fernsehauftritte durfte sie bereits bestreiten. Ich bin mehr als gl├╝cklich, sie nun f├╝r ein kleines Interview auf Fr├Ąnkische-Rezepte.de gewonnen zu haben. Freut euch auf spannende Insights und den perfekten K├Ąsekuchen.

Wer verbirgt sich hinter FOOD&Co?

Hallo, ich bin Tina. 33 Jahre alt und geb├╝rtige N├╝rnbergerin. In meinem analogen Leben bin ich Chemikerin und forsche im Bereich der Quantenmechanik. In der digitalen Welt kennt man mich als Gesicht hinter meinem Foodblog foodundco.de auf dem ich seit ├╝ber 6 Jahren Rezepte zum Kochen und Backen und ein paar kulinarische Reisereportagen teile. Neben dem Bloggen ist die Musik meine gr├Â├čte Leidenschaft: ich spiele Geige seit ich 2 Jahre alt bin und spiele jeden Sonntag Abend mit ca. 70 anderen begeisterten Musikern im Orchester.

Am liebsten koche ich f├╝r meine Freunde. Ich bin wirklich gerne Gastgeberin. Neue Experimente oder als Bew├Ąhrtes kommt hier regelm├Ą├čig auf den Teller. Und die vielen Kuchen, die ich f├╝r den Blog backe landen eigentlich immer bei Freunden und Nachbarn.

Was verbindet dich mit Franken – und vor allem mit der fr├Ąnkischen K├╝che?

Franken ist meine Heimat. Ich bin hier geboren und mit Elisenlebkuchen, Sch├Ąufele und ÔÇ×Drei im WegglaÔÇť aufgewachsen. F├╝r mich bedeutet Franken vor allem kulinarische Identit├Ąt. Dabei spielen Gew├╝rze eine gro├če Rolle. Historisch bedingt hat N├╝rnberg, durch die Lage am Kreuzungspunkt der wichtigsten Handelsrouten, schon im Mittelalter Zugang zu orientalischen Gew├╝rzen gehabt. Das spiegelt sich in unseren Gerichten und auch in mir wieder. Ich liebe Gew├╝rze und experimentiere hier gerne mit Au├čergew├Âhnlichem.

Was bedeutet “typisch fr├Ąnkisch” f├╝r dich?

Typisch fr├Ąnkisch ist wohl erst mal, dass wir Franken kein ÔÇ×kÔÇť und ÔÇ×tÔÇť aussprechen k├Ânnen. Lacht Kulinarisch sind es einerseits die eben erw├Ąhnten Gew├╝rze und andererseits die Braten zu denen man hierzulande am liebsten Sauerkraut isst. Sauerbraten, Schweinebraten und nat├╝rlich die N├╝rnberger Bratw├╝rste ├╝ber Buchenholz ger├Ąuchert, entweder im Weggla mit Senf oder auf Sauerkraut.

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Rinderrouladen mit Rotkohl

Worauf legst du bei deinen Rezepten besonderen Wert?

Regional und saisonal m├╝ssen sie sein und frei von Fertigprodukten. Im Winter koche ich mit Lauch, R├╝ben und Kohl und im Sommer dann mit Tomaten, Paprika und Auberginen. Mein Gem├╝se kaufe ich von einem Bauern im Knoblauchsland direkt im Hofladen. Und Fleisch gibt es bei mir nur in Bioqualit├Ąt. Frisch und lecker zu kochen hei├čt nicht automatisch kompliziert und aufwendig. Ich m├Âchte inspirieren und dazu anregen auch mal Ungewohntes auszuprobieren. Deshalb ist das sch├Ânste Kompliment dann tats├Ąchlich auch, wenn ich Feedback von meinen Lesern bekomme, dass sie ein Rezept von mir ausprobiert und f├╝r gut befunden haben.

Was ist dein pers├Ânliches Lieblingsgericht? Und auf welche Zutat k├Ânntest du niemals verzichten?

Schinkennudeln mit Ketchup. Ja ich wei├č und ich sehe auch schon jetzt ungl├Ąubiges Kopf sch├╝tteln. Das ist mein Lieblingsgericht ÔÇô das glaubt mir immer keiner. Aber schon als Kind liebte ich Schinkennudeln, bekam sie aber so gut wie nie, weil Ketchup eben ungesund ist, wegen dem vielen Zucker. Auch heute esse ich Schinkennudeln selten, aber wenn: freue ich mich wie Bolle!

Niemals verzichten kann ich tats├Ąchlich auf Schokolade. Ein Dessert ohne Schokolade ist f├╝r mich kein Dessert und es gibt wohl nicht, dass ich so sehr liebe wie Schokolade. Tats├Ąchlich aber am liebsten verarbeitet in Kuchen, Keksen oder Geb├Ąck. Eigentlich nie pur als Tafel. Das reizt mich nicht.

K├Ąsekuchen

Falls du sonst noch etwas loswerden willst, gerne:

Etwas worauf ich besonders stolz bin: Das Rezept f├╝r meinen perfekten K├Ąsekuchen. Es gab in Reichenschwand eine kleine Konditorei, die leider vor ein paar Jahren schlie├čen musste. Ich habe getrauert, weil es dort den aller besten K├Ąsekuchen gab. Fast 3 Jahre hat es gedauert, bis ich den K├Ąsekuchen dann so hinbekommen habe, dass er genauso schmeckt. Wer diesen K├Ąsekuchen nachbackt, backt keinen anderen mehr. Und zudem hat er auch immer eine perfekte Oberfl├Ąche weil er nicht rei├čt.

Der perfekte K├Ąsekuchen

Wenn auch ihr euer (fr├Ąnkisches) Food-Projekt vorstellen wollt, dann schreibt uns gerne eine Mail oder ├╝ber unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf eure Nachricht.