Autor Fränkische Rezepte SchwierigkeitAnfänger

Die Ansbacher Bratwurst ist weit mehr als nur eine regionale Spezialität – sie ist ein Stück fränkischer Identität. Mit ihrer stattlichen Größe, der groben Struktur und der feinen Würzung aus Majoran, Pfeffer und Piment hebt sie sich deutlich von anderen Bratwürsten ab. Seit Jahrhunderten wird sie in Ansbach und Umgebung nach überlieferten Rezepturen hergestellt und traditionell in der Pfanne gebraten. Ob mit Sauerkraut, Kartoffelsalat oder einfach im Brötchen – die Ansbacher Bratwurst ist ein herzhafter Genuss für alle, die echte Handwerkskunst zu schätzen wissen.

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Menge 10 Portionen
Arbeitszeit45 min Koch-/Backzeit15 min Gesamtzeit60 min

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Zutaten

Zubereitung

  • Für die Zubereitung der traditionellen Ansbacher Bratwürste beginnt man mit der Vorbereitung des Fleisches. Dazu werden Schweineschulter und Schweinebauch in grobe Würfel geschnitten. Diese Fleischstücke werden anschließend durch den Fleischwolf gedreht, wobei man je nach gewünschter Konsistenz entweder eine grobe oder mittelfeine Scheibe verwendet. Das Ergebnis ist eine saftige, gut strukturierte Fleischmasse, die die Grundlage für die spätere Wurstfüllung bildet. Nun wird die Masse gewürzt – klassisch mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, etwas Piment und getrocknetem Majoran. Wer möchte, kann zusätzlich etwas Eiswasser hinzufügen, um die Masse geschmeidiger zu machen und die Bindung zu verbessern. Das Eiswasser sorgt außerdem dafür, dass die Würste beim Braten saftig bleiben und nicht austrocknen.
  • Sobald die Würzung abgeschlossen ist, wird die Wurstmasse in vorbereitete Schweinedärme gefüllt. Diese sollten zuvor gründlich gespült und auf die gewünschte Länge zugeschnitten worden sein. Beim Füllen ist darauf zu achten, dass die Würste gleichmäßig groß werden – traditionell wiegt eine Ansbacher Bratwurst etwa 160 bis 180 Gramm. Die Würste dürfen nicht zu prall gefüllt sein, da sie beim Braten noch etwas aufgehen und sonst leicht platzen könnten. Nach dem Füllen werden die Würste entweder sofort gebraten oder für später kühl gelagert.
  • Das Braten erfolgt klassisch in der Pfanne mit etwas Fett, zum Beispiel Butterschmalz oder Pflanzenöl. Anders als in anderen Regionen Frankens oder Bayerns werden Ansbacher Bratwürste nicht über offenem Feuer gegrillt, sondern langsam und gleichmäßig in der Pfanne gegart. Dabei ist mittlere Hitze entscheidend, damit die Würste außen schön goldbraun und knusprig werden, ohne innen roh zu bleiben. Je nach Dicke dauert das Braten etwa 10 bis 15 Minuten, wobei die Würste regelmäßig gewendet werden sollten.
  • Serviert werden Ansbacher Bratwürste traditionell mit Sauerkraut und Schwarzbrot, manchmal auch mit Kartoffelsalat oder einfach mit einem Klecks Senf. Besonders gut schmecken sie frisch aus der Pfanne, wenn sie außen knusprig und innen saftig sind. Wer mag, reicht dazu ein fränkisches Bier oder einen Apfelmost – so wird aus der einfachen Bratwurst ein echtes Festessen mit regionalem Charakter.