In vielen fränkischen Gärten sind von Ende Juni bis Oktober leuchtende Sonnenblumen zu bewundern. Die gelben Pflanzen erfreuen sich besonders aufgrund ihrer schönen Farbe sowie ihrer teilweise beeindruckenden Höhe großer Beliebtheit. Doch nicht nur optisch haben Sonnenblumen einiges zu bieten, auch in der Küche überzeugt sie durch ihre Vielseitigkeit. Wie du die Sonnenblume am besten nutzen kannst und was du dabei beachten musst, verraten wir dir in diesem Artikel.


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Küchen-Klassiker Sonnenblume

Wenn es um Sonnenblumen in der Küche geht, steht das Öl natürlich an erster Stelle. Aufgrund seines milden und relativ neutralen Geschmacks eignet es sich gut zum Braten von Süßspeisen wie Pfannkuchen und Co. Doch auch zum Backen oder für Soßen und Salate ist es gut geeignet. An zweiter Stelle kommen natürlich die Sonnenblumenkerne. Diese sind zum einen ein beliebter Snack, können aber auch zum Verfeinern von Müslis oder als Spezialzutat für Smoothies verwendet werden.

Neue Inspiration

Die Kerne sind jedoch nicht der einzige Teil der Pflanze, den du essen kannst. Im Fall der Sonnenblume sind nämlich alle oberirdischen Teile der Pflanze zum Verzehr geeignet. Besonders interessant sind dabei die gelben Blütenblätter. Diese kannst du als frische Farbtupfer auf dem Teller, in Salaten, als Kuchendeko oder gefroren in bunten Eiswürfeln nutzen. Wer die Sonnenblume lieber verarbeitet bevorzugt, für den ist möglicherweise Sonnenblumenmehl das perfekte Produkt.

Besondere Inhaltsstoffe

Bestimmt habt ihr schon gehört, dass Sonnenblumenkerne eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen. Das liegt daran, dass die Kerne eine Menge an Mineralstoffen, Eiweiß sowie ungesättigten Fettsäuren enthalten. Bei diesen Fettsäuren handelt es sich um Omega-6-Fettsäuren, die auch in zahlreichen anderen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Wichtig ist in diesem Fall jedoch, dass du zum Ausgleich auch Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel in Fisch oder auch in Leinsamen enthalten sind, zu dir nimmst. Ansonsten kann der übermäßige Konsum von Sonnenblumenkernen nämlich zu gesundheitlichen Problemen führen. Genießt du die leckeren Kerne in kleinen Mengen, musst du dir aber keine Sorgen machen.

Die besten Rezepte mit Sonnenblumen

Möchtest du die Bestandteile der Sonnenblume in deinen Speiseplan integrieren, haben wir hier einige Rezepte für dich herausgesucht. Ob im Müsli oder als Ergänzung für die Brotkruste, hier ist sicherlich für jeden etwas dabei.

So vielfältig sind Sonnenblumen noch: 

1. Sonnenblumen als Mikrogrün („Microgreens“):
Nicht nur die Kerne und Blütenblätter sind essbar – auch die jungen Keimlinge (Sonnenblumen-Microgreens) sind ein echter Geheimtipp. Sie schmecken nussig-frisch und sind besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Einfach ein paar Tage keimen lassen und dann als Topping für Salate, Sandwiches oder Bowls verwenden.

2. Sonnenblumenstängel als Gemüse:
Die jungen, noch weichen Stängel kannst du ähnlich wie Spargel zubereiten. Schälen und in Stücke schneiden, dann kurz dünsten oder braten – ein echter Hingucker auf dem Teller und geschmacklich eine Überraschung!

3. Nachhaltige Nutzung – von der Wurzel bis zur Blüte:
Nach der Blüte kannst du die Stängel trocknen und als Stütze für andere Pflanzen im Garten nutzen. Auch als Bastelmaterial für Kinder oder zum Bau von Insektenhotels eignen sich die stabilen, getrockneten Stängel sehr gut.

4. Sonnenblumen als Bienenweide:
Sonnenblumen sind nicht nur für uns Menschen wertvoll, sondern auch für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Wer sie im Garten stehen lässt, unterstützt die Artenvielfalt und sorgt dafür, dass Bestäuber genug Nahrung finden.

5. Sonnenblumenkerne rösten:
Für noch mehr Geschmack kannst du Sonnenblumenkerne ganz einfach selbst rösten. In einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten, bis sie duften und goldbraun sind. Dann mit etwas Meersalz, Paprika oder sogar Zimt würzen – perfekt als Snack oder als Topping für Salate und Suppen.

6. Sonnenblumen als natürliche Farbstoffquelle:
Die Blütenblätter lassen sich auch zum Färben verwenden. Sie geben z.B. Reis, Sirup oder Essig eine schöne gelbe Farbe – ganz ohne künstliche Zusätze.

7. Sonnenblumenköpfe als Vogelfutter:
Nach der Blüte kannst du die getrockneten Sonnenblumenköpfe einfach draußen aufhängen – ein tolles, natürliches Futter für Wildvögel im Herbst und Winter.

8. Sonnenblumenöl in der Kosmetik:
Nicht nur in der Küche, sondern auch für Haut und Haare ist Sonnenblumenöl ein echter Allrounder. Es spendet Feuchtigkeit, zieht schnell ein und eignet sich wunderbar als Basisöl für selbstgemachte Cremes oder Haarmasken.