Mit dem Frühlingsbeginn startet nicht nur die wärmere Jahreszeit, sondern auch die Bärlauch-Saison! Ab Mitte März zieht der würzige Duft des „wilden Knoblauchs“ wieder viele Feinschmecker in die Wälder, denn Bärlauch gilt als echtes Superfood der Natur. Kein Wunder: Die grünen Blätter sind nicht nur besonders aromatisch, sondern auch reich an wertvollen Nährstoffen wie Vitamin C, Eisen und ätherischen Ölen. Das Beste daran? Im Gegensatz zu herkömmlichem Knoblauch hinterlässt Bärlauch keine langanhaltende Fahne – ein echter Pluspunkt für alle Liebhaber des würzigen Geschmacks!

Ob als Bärlauch-Pesto, Bärlauchbutter oder leckere Suppen und Knödel – die Einsatzmöglichkeiten in der Küche sind vielseitig. Doch bevor es ans Genießen geht, solltest du wissen, wo und wie man Bärlauch sammelt, wie man ihn richtig lagert und welche leckeren Rezepte du damit zaubern kannst. Wir haben die wichtigsten Tipps für dich zusammengestellt!
Gesetzliche Richtlinien
Entsprechend des Bundesnaturschutzgesetzes (§ 39 Absatz 3) ist es dir untersagt, Pflanzen jeglicher Art an unbefugten Orten zu sammeln, also Orten an denen der Zutritt nicht gestattet ist. Die gesammelten Mengen dürfen den persönlichen Bedarf nicht übersteigen und pfleglich entnommen werden.
Achtung vor giftigen Doppelgängern
Bärlauch hat zwei Doppelgänger: Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Diese wachsen zur gleichen Jahreszeit, sind im Vergleich zu Bärlauch jedoch giftig. Daher musst du beim Sammeln besonders aufmerksam sein. Es gibt zum Glück einige Merkmale, die eindeutig auf Bärlauch hinweisen:
- Jedes Blatt des Bärlauchs wächst an einem einzelnen Stängel aus dem Boden, meist in dicht beieinander liegenden Gruppen
- Im Gegensatz zu Maiglöckchen ist die Unterseite der Bärlauchblätter matt und nicht glänzend
- Der Bärlauch hat eine gut erkennbare Mittelrippe
- Außerdem erkennt man Bärlauch am starken Knoblauchgeruch. Dazu ein Blatt der Pflanze zwischen den Fingern zerreiben. Aber Achtung: Da der Knoblauchgeruch so intensiv ist, funktioniert das nur einmal
- Wichtig: Solltest du dir nicht eindeutig sicher sein, dass es sich tatsächlich um Bärlauch handelt, kaufe ihn lieber auf dem Markt oder im nächsten Supermarkt.
Die Alternative: Der Eigenanbau
Für diejenigen, die die Risiken durch giftige Doppelgänger vermeiden möchten oder einen größeren Bedarf an Bärlauch haben, aber nicht mit den Supermarktprodukten zufrieden sind, bietet sich die Möglichkeit, die Pflanze selbst anzubauen. Es gibt hierbei mehrere Möglichkeiten.
- Die Zucht aus dem Samen: Muss früh ausgesät werden, da die Samen Kälte benötigen, spätestens Februar
- Der Kauf von Jungpflanzen: Ab März im Gartenhandel erhältlich
Um das Wachstum ideal zu fördern, sollten die gleichen Bedingungen wie im Wald geschaffen werden: ein schattiger Standort, feuchte Erde und ein lockerer Boden, der den Pflanzen ausreichend Platz bietet, um sich gut zu entwickeln. Bärlauch ist bekannt dafür, sich unter idealen Bedingungen rasch zu vermehren. Wer dies vermeiden möchte, sollte auf eine Aussaat im Garten verzichten und stattdessen Pflanzentöpfe oder -kästen verwenden. Um die Langlebigkeit der wiederkehrenden Pflanze zu gewährleisten, sollten die Blätter nur nach Bedarf geerntet werden. Dabei ist es ratsam, maximal die Hälfte der Blätter abzuschneiden, im ersten Jahr sogar noch weniger.
Bärlauch richtig lagern und haltbar machen
Bärlauch sollte im Idealfall zeitnah verarbeitet werden, da er sich im frischen Zustand nicht lange hält. Die Blätter zerfallen und verlieren an Aroma. In ein feuchtes Küchentuch gewickelt, hält sich der „wilde Knoblauch“ bis zu zwei Tage im Kühlschrank. Vor der Zubereitung die Blätter gut waschen und mit einem Tuch abtupfen. Anschließend kannst du die harten Stiele wegschneiden und den Bärlauch je nach Rezept verarbeiten.
Das meiste Aroma enthält er, wenn er nicht erhitzt, sondern roh verzehrt wird: Aus diesem Grund wird er in vielen Bärlauch-Rezepten, wie Aufstrichen oder Pesto, kalt verwendet. Diese sind in den meisten Fällen auch längere Zeit haltbar.
Eine weitere Möglichkeit Bärlauch haltbar zu machen, ist ihn einzufrieren. Solltest du große Mengen an Bärlauch gepflückt oder gekauft haben, welche du nicht zeitnah verarbeiten kannst, empfiehlt es sich das Wildkraut einzufrieren. Dazu die Blätter waschen, trocken schütteln und in ein Einmachglas oder ähnliches geben.
Probiere doch mal eines unserer Bärlauch-Rezepte aus oder stelle dein eigenes Lieblings-Bärlauch-Rezept auf unser Portal. Ich empfehle dir unsere leckere Bärlauchbutter – beim anstehenden Osterbrunch oder der Brotzeit mit der Familie und Freunden kannst du hiermit sicher punkten!
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