Der Herbst in Franken ist eine Zeit, die von vielen Traditionen und Bräuchen geprägt ist. Wenn sich die Blätter bunt färben und die Tage kürzer werden, beginnt in der Region eine besonders stimmungsvolle und ereignisreiche Zeit. Von der Weinlese in den malerischen Weinbergen bis zu den bunten Kirchweihfesten – der Herbst in Franken bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen und Traditionen, die tief in der fränkischen Kultur verwurzelt sind.


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Der Herbst ist in Franken eine Jahreszeit voller Feste und Traditionen, die die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat und den saisonalen Rhythmen zeigt. Die fränkische Landschaft, die von Weinbergen, Obstgärten und dichten Wäldern geprägt ist, bietet im Herbst ein besonderes Naturschauspiel, das durch zahlreiche regionale Feste und Bräuche ergänzt wird. Diese Traditionen sind nicht nur Ausdruck einer reichen Kultur, sondern auch eine Gelegenheit, das Leben zu feiern und die Ernte des Jahres zu genießen.

Die Weinlese

Die Weinlese ist eines der wichtigsten Ereignisse im fränkischen Herbst. Ab Ende September, wenn die Trauben ihren optimalen Reifegrad erreicht haben, beginnen die Winzer mit der Lese. In den fränkischen Weinbaugebieten wie Mainfranken ist dies nicht nur Arbeit, sondern auch ein Fest.

Während der Weinlese laden viele Weingüter zu sogenannten Herbstausschänken ein, bei denen die Besucher den frisch gepressten Most probieren und regionale Weinspezialitäten genießen können. Oft sind diese Veranstaltungen mit Musik und kulinarischen Spezialitäten aus der Region verbunden. Besonders beliebt ist der Federweißer, ein junger, noch gärender Wein, der hervorragend zu deftigen fränkischen Gerichten wie Zwiebelkuchen passt. Für alle Liebhaber des klassischen fränkischen Weins möchten wir euch gerne wirwinzer.de* ans Herz legen. Dort findet ihr eine riesige Auswahl an fränkischen Weinen* – vom typischen Silvaner bis zu ausgefallenen Kreationen.

Für alle, die sich das Weinlesefeeling nach Hause holen wollen, haben wir natürlich auch die passenden Rezepte. Hier gibt es drei verschiedene Rezepte für Zweibelbrot. Einmal klassisch, einmal mit Apfel und eine ganz besondere Variante:

Kirchweih: Ein Fest für die ganze Gemeinde

Die Kirchweih, auch Kärwa genannt, ist eines der wichtigsten traditionellen Feste in Franken und wird in fast jedem Dorf und jeder Stadt gefeiert. Ursprünglich ein kirchliches Fest zur Einweihung einer Kirche, hat sich die Kirchweih zu einem bunten Volksfest entwickelt, das in den meisten Orten im Herbst stattfindet. In vielen Orten wird zur Kirchweih ein Kirchweihbaum geschmückt und aufgestellt, in anderen Orten wird zur Kirchweih der Maibaum gefällt und versteigert.

Kulinarisch bietet die Kirchweih alles, was das Herz begehrt: von fränkischen Bratwürsten und Schäufele bis hin zu süßen Leckereien wie Krapfen und gebrannten Mandeln. Da zur Kirchweih meist geschlachtet wird, gibt es in vielen Gasthäusern an den ersten Tagen eine traditionelle Schlachtschüssel mit Kopffleisch, Blut- oder Leberwurst und Innereien. Vor allem in ländlichen Regionen ist die Kirchweih ein Anlass, an dem die ganze Dorfgemeinschaft zusammenkommt und gemeinsam feiert.

Kirchweih kann man natürlich nicht oft genug feiern, allein schon wegen des leckeren Essens. Wir haben drei klassische Kirchweihrezepte für euch, mit denen ihr euch die Kirchweih nach Hause holen könnt:

Karpfensaison in den fränkischen Weihern

Im Herbst beginnt in Franken die Karpfensaison, die bis April dauert. Die Region ist bekannt für ihre zahlreichen Karpfenteiche, in denen der Fisch traditionell gezüchtet wird. Der fränkische Karpfen gilt als Delikatesse und wird auf vielfältige Weise zubereitet – am beliebtesten ist jedoch der gebackene Karpfen, der knusprig gebraten und mit Kartoffelsalat oder Brot serviert wird. Die Karpfensaison ist nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell von Bedeutung, denn viele Gasthäuser und Restaurants bieten spezielle Karpfenwochen an, bei denen sich alles um diesen besonderen Fisch dreht.

Merkregel: Für die Karpfensaison gibt es eine praktische Eselsbrücke. Der Fisch wird nämlich in allen Monaten gegessen, die ein „r“ im Namen tragen. Also September, Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März und April.

Karpfen kann man auf viele Arten zubereiten. Vom gebackenen Karpfen mit seinen verschiedenen Variationen – z.B. Bierteig oder Nürnberger Gewand – bis zur Karpfensuppe haben wir die passenden Rezepte für zu Hause.

Erntedankfest

Das Erntedankfest ist ein wichtiger Brauch in Franken und findet meist im Oktober statt. Dabei wird die Ernte des Jahres gefeiert und für die Fruchtbarkeit der Felder gedankt. In vielen fränkischen Gemeinden finden zu diesem Anlass festliche Gottesdienste statt, bei denen Erntekronen und Erntegaben dargebracht werden. Oft wird das Erntedankfest auch mit einem Umzug gefeiert, bei dem reich geschmückte Erntewagen durch das Dorf ziehen. Eine fränkische Hochburg der Erntedankumzüge ist das mittelfränkische Fürth, dort reicht die Tradition bis ins Jahr 1817 zurück. Die Ernteprodukte werden oft auf Wochenmärkten oder bei Dorffesten angeboten, bei denen sich jeder mit den Zutaten für klassische Herbstrezepte eindecken kann.

Im Mittelpunkt des Erntedankfestes steht saisonales und regionales Gemüse. Im Oktober sind das vor allem Kürbisse, Zucchini, Äpfel und Birnen. Daraus lassen sich leckere und abwechslungsreiche Gerichte zaubern. Das sind unsere Favoriten:

Der Herbst in Franken ist eine Zeit der Feste und des Feierns. Die traditionellen Bräuche und Feste, die in dieser Jahreszeit gefeiert werden, sind Ausdruck der tiefen Verbundenheit der Franken mit ihrer Heimat und ihren kulturellen Wurzeln. Ob Weinlese, Kirchweih oder die vielen anderen herbstlichen Bräuche – der Herbst in Franken ist eine besondere Zeit, die man am besten gemeinsam mit Familie und Freunden erlebt.

Lasst euch von der fränkischen Lebensfreude anstecken und entdeckt die vielfältigen Traditionen, die den Herbst in dieser Region so einzigartig machen!

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