Hefe

Wer schon einmal Brot selbst gebacken hat oder seinen Pizzateig selbst macht, der kennt mit Sicherheit einige der zahlreichen Mythen rund um die Hefe. Manche schw├Âren auf Trockenhefe, andere hingegen auf frische Hefe. Die Rezepte sind dabei genauso widerspr├╝chlich: Bei der gleichen Menge Mehl, verwenden einige einen ganzen Hefew├╝rfel und andere nur einen halben Hefew├╝rfel. Nat├╝rlich muss man dazu, die frische Hefe im Supermarkt-Labyrinth ├╝berhaupt erstmal finden.

Aus diesen Gr├╝nden sind viele verunsichert oder haben gar Angst vor dem Backen mit Hefe. Wir finden: Das muss nicht sein! Der Duft von frischem Geb├Ąck, der sich langsam in deiner ganzen Wohnung verteilt, ist einfach nur himmlisch. Deshalb erf├Ąhrst du bei uns, was Hefe ├╝berhaupt ist, ob es einen Unterschied zwischen Trockenhefe und frischer Hefe gibt und wie du wilde Hefe selber machen kannst.

Was ist Hefe?

Die Hefe beziehungsweise der Hefepilz ist ein einzelliger Organismus, der Zucker und St├Ąrke in Kohlendioxid und Alkohol umwandelt. Durch diesen Prozess entstehen die bekannten Bl├Ąschen im Teig, die ihn aufgehen lassen und luftiger machen. Bereits in der Antike entdeckte man die n├╝tzliche Wirkung der Hefe f├╝r den G├Ąrungsprozess und die Herstellung von Brot und Bier. Aber auch heute spielt die Hefe in B├Ąckereien und Brauereien noch eine wichtige Rolle. Auch wenn du zu Hause Brot, Hefezopf oder Pizza selber backen willst, f├╝hrt kaum ein Weg an der Hefe vorbei.

Sowohl Trockenhefe als auch frische Hefe ist im Supermarktregal zu finden. Allerdings l├Ąsst sich Hefe mit drei Zutaten und ein wenig Geduld auch selbst herstellen, aber dazu weiter unten mehr.

Unterschied: Trockenhefe vs. frische Hefe

Trockenhefe und frische Hefe haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Beide haben denselben Hefestamm, n├Ąmlich die B├Ącker- oder auch Bierhefe, und erf├╝llen die gleiche Funktion: Sie verwandeln Zucker in Kohlendioxid und lassen somit den Teig aufgehen.

Fr├╝her gab es Hefe nur in frischer Form. Doch durch den technologischen Fortschritt wurde aus der frischen Hefe die Trockenhefe. Dabei wird der frischen Hefe, die zu 70% aus Wasser besteht, die Fl├╝ssigkeit entzogen – sie wird also ÔÇ×getrocknetÔÇť. Trockenhefe ist l├Ąnger haltbar und kann industriell einfacher und in gr├Â├čeren Mengen hergestellt werden.

Trockenhefe oder frische Hefe – Was ist besser zum Backen?

Da es sich bei Trockenhefe nur um getrocknete frische Hefe handelt, erf├╝llen beide ihre Aufgabe als Backtriebmittel. Ein wirklicher Unterschied im fertigen Brot oder Hefezopf ist kaum zu sp├╝ren. Daher ist es Geschmackssache oder hat praktische Gr├╝nde, ob man sich f├╝r trockene oder frische Hefe entscheidet.

Einige B├Ącker behaupten, dass frische Hefe Backwaren einen runderen und s├╝├čeren Geschmack verleihen soll. Auch wenn der Teig lange ruhen soll, wird meist frische Hefe empfohlen. Denn im Vergleich zur Trockenhefe soll sie eine l├Ąngere Triebkraft haben.

Trockenhefe wird von vielen aufgrund ihrer praktischen Vorteile verwendet. Sie l├Ąsst sich einfacher und schneller verarbeiten als frische Hefe. Geschlossen l├Ąsst sie sich mehrere Monate aufbewahren und muss auch nicht vorab in einer Fl├╝ssigkeit aufgel├Âst werden, sondern kann direkt zu den trockenen Zutaten gegeben werden.

Frische Hefe und Trockenhefe miteinander ersetzen:

Du ahnst es bestimmt schon: Da beide die gleiche Aufgabe erf├╝llen, ist es kein Problem frische Hefe durch Trockenhefe zu ersetzen. Wenn du in einem Rezept frische Hefe durch Trockenhefe ersetzen willst, gilt:

  • 1 W├╝rfel frische Hefe (42 g) = 2 P├Ąckchen Trockenhefe
  • 1 P├Ąckchen Trockenhefe = ┬Ż W├╝rfel frische Hefe

Wilde Hefe: Wieso du Hefe selber machen solltest

Hefe-selber-machen

Es klingt vielleicht erstmal verr├╝ckt, aber Hefe l├Ąsst sich kinderleicht selber machen. Auch wenn Hefe eine recht g├╝nstige Zutat ist, lohnt es sich, sie selbst herzustellen. Die industriell gefertigte Hefe vertragen viele Menschen nicht gut. Sie verursacht h├Ąufig Bl├Ąhungen oder Verstopfungen. Bei deinem selbst gemachten Hefewasser verzichtest du auf industrielle Zusatzstoffe, wodurch die Hefe vertr├Ąglicher wird. Au├čerdem wei├čt du genau, was in deiner Hefe drinsteckt und sch├Ąrfst dein Bewusstsein f├╝r Nahrungsmittel.

Als Faustregel gilt: 100-125 ml Hefewasser sind f├╝r 500 Gramm Mehl ausreichend. Umgerechnet entspricht das etwa einem P├Ąckchen Trockenhefe beziehungsweise ┬Ż W├╝rfel frischer Hefe. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, f├Ąllt die Triebkraft auch immer etwas unterschiedlich aus. Also: einfach mal ausprobieren und experimentierfreudig sein!

Rezepte mit Hefe: Brot, Hefezopf und Pizzateig

Bienenstich

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Erdbeerkuchen mit Vanillepudding

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