Gänsebraten – allein das Wort lässt einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen, oder? Besonders am Martinstag oder auch zu Weihnachten gehört die Gans einfach dazu. Das knusprige Fleisch, die herzhafte Sauce, und der Duft, der durchs Haus zieht – das ist Festtagsstimmung pur! Aber wie gelingt eigentlich der perfekte Gänsebraten? Keine Sorge, wir verraten dir, wie du mit ein bisschen Vorbereitung und den richtigen Handgriffen das Ganze zu einem echten Familienhighlight machen kannst.

Die Gans auswählen – worauf du achten solltest
Fangen wir mit der Gans selbst an. Damit der Braten ein Erfolg wird, ist die Qualität der Gans das A und O. Du solltest darauf achten, dass die Gans aus guter Haltung stammt – natürlich am besten aus der Region. Das schmeckt man einfach! Eine frische Weidegans ist ideal, aber wenn du eine Tiefkühlgans nimmst, ist das auch völlig in Ordnung. Wichtig ist nur, dass sie rechtzeitig und schonend auftaut.
Größe: Eine Gans mit 4 bis 5 Kilogramm reicht locker für 4 bis 6 Personen.
Frisch oder gefroren: Wenn du eine Tiefkühlgans hast, solltest du sie gute 24 Stunden vorher im Kühlschrank auftauen lassen.
Die Gans vorbereiten
Jetzt wird’s ernst! Bevor die Gans in den Ofen kommt, braucht sie ein bisschen Liebe.
Reinigen: Entferne die Innereien, die kannst du für die Sauce verwenden, und wasche die Gans gründlich von innen und außen. Dann gut trocken tupfen – sonst wird sie später nicht knusprig.
Würzen: Salz und Pfeffer sind deine besten Freunde. Reibe die Gans innen und außen großzügig damit ein. Wer mag, kann auch noch ein paar frische Kräuter, wie Majoran, hinzugeben.
Die Füllung – damit’s saftig wird
Eine Gans ohne Füllung? Kaum vorstellbar! Die Füllung hält die Gans schön saftig und gibt ihr das gewisse Etwas. Am besten eignen sich Äpfel und Zwiebeln, das ist klassisch und schmeckt richtig gut. Die Äpfel und Zwiebeln einfach grob würfeln und zusammen mit frischen Kräutern in die Gans geben. Aber stopf sie nicht zu voll! Die Füllung braucht Platz, damit die heiße Luft zirkulieren kann und alles gleichmäßig gart.
Der richtige Bratvorgang – Geduld zahlt sich aus
Jetzt kommt der wichtigste Teil: das Garen. Die Gans wird am besten bei niedriger Temperatur langsam gebraten. So bleibt das Fleisch zart und die Haut wird am Ende herrlich knusprig.
Ofen vorheizen: Heize den Ofen auf 160°C vor (Ober-/Unterhitze).
In den Ofen schieben: Lege die Gans mit der Brust nach unten auf einen Rost, unter den du ein tiefes Blech stellst, um das austretende Fett aufzufangen. Gib noch ein bisschen Wasser oder Brühe in die Fettpfanne, um zu verhindern, dass alles anbrennt.
Bratzeit: Die Faustregel lautet 30-40 Minuten pro Kilogramm Gans. Da bedeutet für eine 5-Kilo-Gans, dass sie etwa 3 bis 3,5 Stunden braucht. Dabei immer wieder mit dem eigenen Bratensaft begießen, das hält die Haut schön knusprig.
Die Gans wenden und knusprig braten
Nach etwa der Hälfte der Garzeit drehst du die Gans um, sodass die Brust nach oben zeigt. Nun kannst du die Temperatur auf 180°C erhöhen. Das gibt der Haut eine schöne, goldbraune Farbe. Zum Schluss, wenn sie fast fertig ist, kannst du für 5 bis 10 Minuten den Grill zuschalten, damit die Haut richtig knusprig wird. Aber Vorsicht, dass sie nicht verbrennt!
Die Soße – ein Muss zu jedem Gänsebraten
Der Bratensaft, der beim Garen austritt, ist die Basis für eine herrlich aromatische Soße. Und so einfach geht’s:
Bratensaft auffangen: Gieße den Saft durch ein Sieb in einen Topf, damit alle festen Bestandteile rausgefiltert werden.
Fett abschöpfen: Entferne das überschüssige Fett, das sich oben absetzt – wir wollen nämlich eine feine Soße und kein Fettbad.
Einkochen und verfeinern: Den Bratenfond kannst du mit einem Schuss Rotwein oder Brühe einkochen lassen. Wenn du es ein bisschen dicker magst, rühre einfach etwas Speisestärke in kaltem Wasser an und gib das dazu. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer abschmecken.
Die Beilagen – der krönende Abschluss
Was wäre ein Gänsebraten ohne die passenden Beilagen? Die Klassiker passen einfach am besten dazu:
Rotkohl: Ein leicht süßlicher Rotkohl mit Äpfeln passt perfekt zur Gans.
Kartoffelklöße: Selbstgemachte Kartoffelklöße saugen die Sauce so richtig schön auf.
Maronen: Geröstete Maronen geben dem Ganzen noch eine festliche, leicht nussige Note.
Eine Martinsgans zu braten ist zwar ein bisschen Arbeit, aber mit dieser Anleitung gelingt es dir ganz bestimmt! Am Ende wirst du mit einem wunderbar saftigen, knusprigen Gänsebraten belohnt, der deine Familie und Gäste begeistern wird. Und der Duft, der beim Braten durchs Haus zieht? Der allein ist schon fast Grund genug, sich an die Zubereitung zu machen.
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