Wenn in Fürth die Kärwa losgeht, duftet es in den Straßen nach gebrannten Mandeln, Bratwürsten – und frisch ausgebackenen Küchla. Die Fürther Kärwa-Küchla sind ein traditionelles Hefeteiggebäck, das auf keinem Fest fehlen darf. Goldgelb, außen knusprig und innen weich, werden sie mit geübten Händen ausgezogen und in heißem Butterschmalz schwimmend gebacken. Mit Puderzucker bestäubt sind sie nicht nur ein süßer Genuss, sondern auch ein Stück Heimat, das Erinnerungen an Musik, Lichter und fränkische Lebensfreude weckt.

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Zutaten
Zubereitung
- Zuerst wird das Mehl in eine große Schüssel gegeben. Die Milch wird leicht erwärmt, bis sie handwarm ist – nicht zu heiß, damit die Hefe nicht leidet. Die frische Hefe wird zerbröselt und mit einem kleinen Teil der warmen Milch glatt angerührt. In die Mitte des Mehls drückt man eine Mulde, gibt die Hefemilch hinein und verrührt sie mit etwas Mehl zu einem glatten Vorteig. Dieser wird leicht mit Mehl bestäubt, mit einem Tuch abgedeckt und an einem warmen Ort etwa 20 bis 30 Minuten gehen gelassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
- Während der Vorteig ruht, lässt man Butter und Schweineschmalz gemeinsam schmelzen – nur so weit, dass das Fett warm, aber nicht heiß wird. Die Eier und Eigelbe werden miteinander verquirlt. Sobald der Vorteig schön aufgegangen ist, gibt man die restliche warme Milch, das Fett, die Eiermischung, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz und etwas abgeriebene Zitronenschale zum Mehl. Nun wird alles kräftig zu einem geschmeidigen Hefeteig verknetet – am besten mit der Küchenmaschine oder von Hand, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und schön glänzt.
- Der fertige Teig wird in handliche Portionen geteilt, mit einem Tuch abgedeckt und nochmals etwa 30 bis 45 Minuten gehen gelassen, bis er sich deutlich vergrößert hat. Danach rollt man die Teigstücke auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 Millimeter dick aus und schneidet sie mit einem Teigrädchen in Vierecke der gewünschten Größe. Diese Teiglinge dürfen nochmals kurz ruhen, etwa 10 bis 15 Minuten.
- In einem großen Topf wird nun Butterschmalz erhitzt. Ob es heiß genug ist, erkennt man mit dem klassischen Holzlöffeltest: Wenn sich am Stiel kleine Bläschen bilden, kann das Ausbacken beginnen. Die Teigstücke werden vorsichtig ins heiße Fett gegeben und schwimmend goldgelb ausgebacken – dabei einmal wenden, damit beide Seiten schön Farbe bekommen. Nach dem Ausbacken lässt man die Küchla auf Küchenpapier abtropfen, damit sie nicht zu fettig werden. Zum Schluss werden sie großzügig mit Puderzucker bestäubt.
- Am besten schmecken die Fürther Kärwa-Küchla frisch und noch leicht warm – ein süßer Gruß aus der fränkischen Festtagsküche.
KategorieKuchen & Gebäck

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