Die fränkische Küche besteht bekanntlich aus herzhaften und deftigen Gerichten. Genau deshalb gibt’s auf unserem Instagram-Kanal in diesem Jahr unsere Themenwochen zu Fränkischen Klassikern – in 12 Wochen verteilet über das ganze Jahr dreht sich dort alles rund um traditionelle Gerichte, die einfach in Franken dazugehören! Diese Woche steht ganz im Zeichen der fränkischen Krapfen – ob zu Fasching, zur Kirchweih oder einfach mal zwischendurch, Krapfen gehören in Franken einfach zu! Es gibt verschiedene Arten, manche lieben sie klassisch mit Hiffenmark, andere schwören auf Küchla.

Krapfen vs. Küchla – Wo ist der Unterschied?
Obwohl Krapfen und Küchla ähnlich aussehen, gibt es wichtige Unterschiede:
Krapfen sind meist frittierte, gefüllte Hefeteiggebäcke. Typische Füllungen hierfür sind Marmelade, Vanillecreme oder Schokolade. Oft werden sie mit Puderzucker bestäubt und sind besonders zur Faschingszeit beliebt.
Küchla hingegen bezeichnet kleine, süße oder herzhafte Gebäckstücke und können aus verschiedenen Teigarten bestehen. Sie werden gebacken oder frittiert.
Welche Krapfen gibt’s eigentlich?
In Franken gibt’s nicht nur eine Sorte Krapfen. Jeder kennt den klassischen Faschingskrapfen mit Marmeladefüllung, aber es gibt noch viel mehr:
- Hutkrapfen: Der Hutkrapfen ist eine ganz besondere Variante. Er wird mithilfe eines gedrechselten Holzkopfes, dem sogenannten Krapfenstock, in seine typische Form gebracht und zum Schluss noch mit etwas Puderzucker bestäubt.
- Polsterkrapfen: Polsterkrapfen, auch evangelische Krapfen genannt, werden nicht nur in der Faschingszeit gegessen, sondern auch einfach mal zum Sonntagskaffee. Sie werden Polsterkrapfen genannt, weil sie so schön weich und luftig sind – fast wie ein kleines Kopfkissen.
- Ausgezogene Küchla: Auch bekannt als Knieküchla oder ausgezogene Krapfen, weil Oma den Teig über’s Knie gezogen hat, um ihn perfekt auszudehnen. Der Rand bleibt dabei dicker und fluffig, während die Mitte ganz dünn ist und im heißen Fett knusprig wird. Sie wurden früher nur zur Kirchweih, Hochzeit oder anderen großen Familienfesten gebacken.
- Rosenküchla: Ein echtes Kunstwerk! Diese Krapfen werden mit einer speziellen Eisenform ins heiße Fett getaucht, sodass sie wie eine Rose aufgehen. Sie sind außen knusprig, innen zart und werden nach dem Frittieren mit Puderzucker bestäubt.
Krapfen aus dem Ofen?
Manche mögen’s ein bisschen gesünder und genau dafür sind Ofenkrapfen die perfekte Alternative zu klassischen Krapfen – sie sind nämlich viel leichter als ihre frittierten Verwandten! Im Backofen werden diese Krapfen schön goldbraun gebacken und sind herrlich fluffig. Füllen könnt ihr Ofenkrapfen, genauso wie frittierte Krapfen, ganz nach Belieben!
Achtung: Krapfen werden typischerweise mit Hefeteig gemacht. Der mag es warm und benötigt zwischendrin immer wieder Zeit zum Gehen. Das solltet ihr bei eurer Backzeit beachten!
Tipps für die perfekte Zubereitung:
Damit eure Krapfen richtig schön luftig und goldbraun werden, gibt es ein paar einfach Tipps & Tricks:
- Guter Teig braucht Zeit: Den Teig mind. 10-15 Minuten kneten und 1 Stunde ruhen lassen, damit er schön luftig wird.
- Nicht zu heiß frittieren: Das Öl auf 160-170 Grad erhitzen, damit die Krapfen gleichmäßig goldbraun werden.
- Nicht zu viel auf einmal: Die Temperatur bleibt stabil und die Krapfen werden schön locker, wenn ihr nicht zu viele gleichzeitig frittiert.
- Marmelade spritzen: Mit einer Spritztülle könnt ihr eure Krapfen nach dem Frittieren befüllen, so verteilt sich die Füllung schön gleichmäßig. Achtet darauf, dass ihr die Füllung vorsichtig in die abgekühlten Krapfen gebt.
- Mit Puderzucker bestäuben: Das sorgt nicht nur für den klassischen Look, sondern auch für eine zusätzliche feine Süße.
Krapfen verzieren – Warum nicht mal was Neues probieren?
Ja, der Klassiker mit Puderzucker ist unschlagbar. Aber manchmal darf’s auch ein bisschen anders sein: mit Schokoglasur, Zuckerguss oder bunten Streuseln – eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! In unserem Rezept zu bunt verzierten Faschingskrapfen könnt ihr nachlesen, wie wir unsere Krapfen am liebsten verzieren.
Ein ganz besonderes Rezept: Tante Margaretes Küchle
In Franken gibt’s kaum ein Fest ohne Küchla – ob Kirchweih, Hochzeit oder einfach mal ein gemütlicher Nachmittag mit der Familie. Jeder kennt sie, jeder liebt sie und fast jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Eine ganz besondere Kreation kommt von Tante Margarete, die ihr Rezept zum Glück weiterverraten hat! Denn nach ihrem Rezept schmecken die Küchla richtig gut und sehen aus wie kleine Kissen. Die muss man unbedingt mal ausprobiert haben!
Ihr wollte euch die Inhalte zu unserer Krapfen-Woche auf Instagram ansehen? Und keine der weiteren Themenwochen mehr verpassen?

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