Ausgezogene Küchla sind auch bekannt als Knieküchle oder ausgezogene Krapfen. Das traditionelle Schmalzgebäck wurde früher nur zur Kirchweih, Hochzeit oder anderen großen Familienfesten gebacken. Wenn die leckeren Küchla bei euch schon etwas in Vergessenheit geraten sind, könnt ihr sie mit unserem Rezept mal wieder backen!

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Zutaten
Zubereitung
- Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe zerbröckeln, in lauwarmer Milch auflösen und Sauerrahm unterrühren. Die Hefemilch in die Mulde geben, mit Mehl vom Rand vermengen und 15 Minuten gehen lassen.
- Zucker, Salz, Eier und 50 g der zerlassenen Butter zum Vorteig geben und alles durchkneten. Den Teig zu einer Rolle formen, in zwölf Stücke teilen und mit den Händen zu Kugeln formen. Die Teigportionen auf eine bemehlte Arbeitsfläche setzen und mit der übrigen Butter bestreichen. Abdecken und ca. 10 Minuten gehen lassen.
- Öl oder Butterschmalz in einem breiten Topf erhitzen. Die Hefekugeln zwischen den Händen so auseinanderziehen, dass sie in der Mitte dünn und zum Rand hin dicker sind. Anschließend die Hefeküchla in das heiße Fett gleiten lassen und mit einem Esslöffel heißes Fett über die dünne Mitte gießen, dass der Teig nicht bricht und schön hell bleibt. Die Küchla mit einer Siebkelle herausnehmen, wenn sie goldbraun gebacken sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Zucker bestreuen und am besten warm servieren.
Unsere Tipps zur Zubereitung:
1. Der Hefeteig – die Basis für gute Knieküchle
Verwende frische Hefe oder Trockenhefe und löse sie in lauwarmer Milch (ca. 30–35 °C) mit etwas Zucker auf. Die Milch darf nicht zu heiß sein, da dies die Hefekulturen abtötet.
Der Hefeteig sollte mindestens 1 Stunde an einem warmen, zugfreien Ort gehen, bis er sich verdoppelt hat. Eine längere Gehzeit sorgt für besonders luftige Küchle.
2. Das Formen – so gelingt die typische Form
Teile den Teig in gleich große Portionen (etwa 12 Stück) und forme Kugeln. Lass diese nochmal kurz ruhen, damit sie sich leichter ausziehen lassen.
Ziehe den Teig vorsichtig mit den Händen auseinander. Halte die Kugel am Rand und ziehe sie nach außen, sodass die Mitte dünn und fast durchsichtig wird, während der Rand dicker bleibt.
Alternativ kannst du den Teig auf der bemehlten Handfläche oder über dem Handrücken ausziehen. Früher wurde der Teig über das Knie gezogen – daher der Name "Knieküchle".
Achte darauf, dass die Mitte nicht reißt. Wenn der Teig reißt, war er entweder nicht lange genug gegangen oder wurde zu stark gezogen.
3. Das Frittieren – der entscheidende Schritt
Das Fett (z. B. Butterschmalz oder Öl) sollte auf ca. 170–180 °C erhitzt werden. Ist das Fett zu heiß, verbrennen die Küchle außen, während sie innen roh bleiben. Ist es zu kalt, saugen sie sich mit Fett voll.
Fett über die Mitte gießen: Während des Frittierens mit einem Esslöffel heißes Fett über die dünne Mitte gießen. Dadurch bleibt sie hell und stabil, ohne zu brechen.
Sobald die Unterseite goldbraun ist, die Küchle vorsichtig wenden und die zweite Seite ebenfalls ausbacken.

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