In Teil 1 unseres Artikels zu den beliebtesten Fleischgerichten Frankens haben wir bereits Schweinebraten, Stadtwurst und Schäuferla vorgestellt. Jetzt geht es weiter mit noch mehr fleischigen Spezialitäten und Rezepten aus Franken!

Bekannt auf der ganzen Welt: Die Nürnberger Bratwurst

Nürnberger Bratwürste sind nicht nur im Frankenland, sondern auf der ganzen Welt bekannt! Die fränkische Delikatesse wird schon seit Jahrhunderten und meist in Familienbetrieben hergestellt. Im Laufe der Zeit haben die Nürnberger ihre Bratwurst-Rezeptur immer weiter verändert und verfeinert. Das heutige Ergebnis lässt sich sehen (und essen)! Sowohl die Nürnberger Bratwurst, als auch die Nürnberger Rostbratwurst, sind mittlerweile von der EU-Kommission geschützt worden und dürfen nur im Stadtgebiet rund um Nürnberg sowie nach traditioneller Rezeptur hergestellt werden.

Während die Nürnberger Rostbratwurst ein Gewicht von ungefähr 40 Gramm hat, wiegen die etwas kleineren Nürnberger Bratwürstchen zwischen 20 und 25 Gramm pro Stück. In Franken bestellt man deswegen gerne gleich „Drei im Weckla“! Eine Nürnberger Bratwurst ist eine, mit typischen Gewürzen wie Salz und Majoran abgeschmeckte, grob gekörnte Brühwurst. Traditionell isst man sie nicht nur im Brötchen, sondern gerne auch in Kombination mit Kartoffelbrei, Sauerkraut und „Sempft“. Unser Rezept für Nürnberger Würstchen findest du hier!

Eine Spezialität der bürgerlichen Küche: Fränkischer Sauerbraten

Nicht nur in Franken, sondern auch in vielen anderen Regionen Deutschlands gilt der Sauerbraten als Spezialität. Allerdings gibt es von Region zu Region einige kleine aber feine Unterschiede in den Zubereitungsweisen des geschmorten Bratens. Der Badische Sauerbraten beispielsweise wird typischerweise mit Koriandersamen gewürzt. In der Rheinischen Küche wird nicht nur Schweinefleisch, sondern auch Pferdefleisch geschmort und anschließend mit Rosinen verfeinert.

Anders als im Rheinland ist ein fränkischer Sauerbraten in der Regel vom Rind. Gewürzt wird das Fleisch bei uns mit Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, Zimt, Nelken, Pfeffer und Zucker. Außerdem wird er traditionell in fränkischem Suppengemüse geschmort und mit einer Soße aus Rotwein und Lebkuchen serviert. Mit unserem Rezept für einen typisch fränkischen Sauerbraten, kannst du eine deutsche Delikatesse traditionell genießen!

Gekochte Bratwürste im Zwiebel-Sud: Blaue Zipfel zubereiten

Bei „blauen“ oder „sauren“ Zipfeln, handelt es sich um eine besondere Zubereitungsweise von fränkischen Bratwürsten. Dabei wird beispielsweise eine rohe Nürnberger Rostbratwurst in einem Sud leicht erhitzt und gegart bis sie „durch“ ist und leicht bläulich schimmert. In einen Sud für blaue Zipfel kommt in Franken traditionell Weißwein, Essig, Salz, Zucker und Zwiebelringe.

In vielen fränkischen Gasthäusern sind blaue Zipfel ein willkommenes Essen, das wärmt, satt macht und nicht zu schwer im Magen liegt. Serviert werden die Würste meistens als „Bäärla“ im Sud und mit einer Scheibe Brot oder einem Brötchen. Wir lieben dieses Gericht und können unser Rezept für blaue Zipfel jedem Wurstliebhaber wärmstens empfehlen!

Zu Hochzeiten und Festen: Das fränkische Hochzeitsessen

Das fränkische Hochzeitsessen hat sich seinen Namen definitiv verdient. Schon an unzähligen Hochzeiten und Festen wurde den Gästen Rindfleisch mit Nudeln, Meerrettich und Preiselbeeren serviert. Auch heute wird es das noch! Denn das fränkische „Greenfleisch“ ist nicht schwer zuzubereiten, schmeckt aber sowohl großen, als auch kleinen Franken hervorragend!

In anderen regionalen Küchen in ganz Deutschland und Österreich ist das fränkische Hochzeitsessen als Tafelspitz bekannt. Das Fleisch ist meistens ein Stück Rind (manchmal auch Schwein) aus der Schwanzgegend, das in Brühe gekocht und scheibenweise angerichtet wird. In die Kombination aus leicht scharfer Meerrettich-Soße und süßen Preiselbeeren könnten wir uns reinlegen! Probiere jetzt unser Rezept und koche ein leckeres Hochzeitsessen fränkischer Art!

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